
Alle Schüler und Schülerinnen sollen sich - ab der 2. Klasse - jede Woche mindestens 45 min mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Hand beschäftigen.
Die Schüler und Schülerinnen erlernen fortlaufend und aufeinander aufbauend Anwendungstechniken für die verschiedenen Handwerkzeuge der Holzbearbeitung. Damit erweitern sie schrittweise ihre Kompetenz mit dem Ziel immer anspruchsvollere Projekte selbständig zu meistern. Dieses Konzept steht im Einklang mit §1 des Schulgesetzes von Berlin, welches ausdrücklich die Vermittlung von gründlichem Wissen und Können nennt:
§1 "Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln."
Quelle: Schulgesetz für das Land Berlin, Aktuelle Fassung vom 01.08.2026, Schulgesetz-berlin.de
Durch die kontinuierliche Arbeit mit Holz erleben die Schüler und Schülerinnen ganz praktisch, was "Lernen durch Erfahrung" bedeutet. Und sie erleben durch den sichtbaren und spürbaren Zuwachs eigener Kompetenzen eine Stärkung des Selbstvertrauens, steigende Handlungsfähigkeit und wachsende Selbstwirksamkeiterwartung.
Die Arbeit mit Holz erlaubt ein weites Spektrum von Projekten, fördert die Auge-Hand-Koordination, die Feinmotorik, die Bewegung, die Problemlösungsfähigkeit, erhöht die Frustrationstoleranz, fordert immer wieder die Kreativität.
Die Arbeit mit Holz fördert die MINT-Kompetenzen* durch die Anwendung von Mathematik, naturwissenschaftliche Erkenntnisse über Holz und selbstverständlich das Erlernen der Technik (von den Bearbeitungstechniken bis zur Konstruktionsplanung).
Die Arbeit mit Holz fördert praktische BNE-Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen. Sie lernen bei der Planung und Herstellung von Holzprojekten, die Aspekte der Nachhaltigkeit zu beachten.
In der Arbeit mit Holz erleben die Schüler und Schülerinnen "gemeinsame gegenständliche Realität". Damit ist gemeint, dass "innere Prozesse" (Impulse, Gedanken, Reflektionen, Ideen) bei der Arbeit an den Holzobjekten sichtbar werden. Für den Schüler, die Schülerin selbst und auch für die anderen Mitschüler:innen. Das kann die Kommunikation und den Austausch zwischen Schüler:innen, aber auch zwischen Pädagog:inn:en und Schülern vereinfachen.
Die Arbeit mit Holz schult die eigene Urteilsfähigkeit. Ob etwas "richtig" oder "falsch" ist, ist bei realen Holzobjekten leicht sichtbar. Dieses Urteil als Schüler bzw. Schülerin selbst fällen zu können, stärkt das Selbstbewußtsein.
* MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik
** BNE ist die Akürzung für Bildung für nachhaltige Entwicklung